Consulting & Management für Industriedesign · Berlin



Glasmuseum Düsseldorf


Design Management Berlin · Glasmuseum Düsseldorf Vitrinen Studiensammlung


 

Wer war der Kunde?

  Immobilien- und Liegenschaftsamt der Stadt Düsseldorf



Das Team

Auftraggeber Museumstechnik GmbH Projekt Glasmuseum Düsseldorf - Museum Kunstpalast Fachplaner Steiner Sarnen Schweiz, SSS Ausführung März bis Oktober 2006 Projektleitung PeterSchneyder / DesignManagement /


 

Was waren die Anforderungen? 

Projektleitung für die Entwicklung, Konstruktion und Bau von 220 Vitrinen unterschiedlicher Größe bei Museumstechnik GmbH.

Nach dem die Museumstechnik GmbH die Ausschreibung gewonnen hatte, galt es einen bereits feststehender Eröffnungstermin einzuhalten.
Bei der Umsetzung der von Steiner Sarnen Schweiz, SSS gestalteten Produkte sollten sowohl ästhetische, als auch eine Reihe technischer Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

  • Einpassen zweier 30 Meter langer durchgehender Vitrinen in Bestandsnischen.
  • Integration der Belüftung in einzelne Wandvitrinen.
  • Maximale Staubdichtigkeit aller Vitrinen.
  • Die farbig zu gestaltenden Glas-Fronten mussten um Farbirritationen zu vermeiden aus Eisenoxid armen Glas (Optiwhite™ oder Starbright) bestehen.
  • Alle Glasflächen sollten von der Vorderseite teilsatiniert und partiell 4 farbig bedruckt werden.
  • Zudem war der Einsatz von Verbundsicherheitsglas mit erhöhter Bruchsicherheit gefordert.
  • Die Türen sollten ohne sichtbare Schließsysteme ausgeführt und mindestens 90° zu öffnen sein.

  • Die Vitrinen sollten eine blendfreie Beleuchtung von oben erhalten.

Auch in die Unterseite der Glas-Tablare musste eine blendfreie Beleuchtung für die darunter liegende Ebene integriert sein.
Wegen der unterschiedlichen Größe der Exponate war es gefordert alle Präsentationsebenen als höhenverstellbare Tablare auszuführen.



 

Welche Überlegungen waren Grundlage der Idee?

  • Zum Erreichen der Präzision von zwei 30 Meter langen Vitrinen wurden für die Unterkonstruktion s.g. Systemprofile aus Aluminium verwendet. Diese ermöglichen ein millimetergenaues Einpassen in Bestandsnischen und erleichterte gleichzeitig einen Toleranzausgleich anderer Werkstoffe.
  • In die Korpusse der beiden großen Vitrinen wurden Belüftungskanäle zur besseren Luftzirkulation in den Räumen integriert.
  • Die Dichtigkeit wurde über den Einsatz einer eigens entwickelten Omega-Dichtung aus Silikon erzielt.

Hoher technischer Aufwand bei der Herstellung der Türen als Ganzglas-Fronten.
Zur Herstellung der Glastüren als Verbundglas wurde aus Gründen der höheren Bruchfestigkeit zwei unterschiedlichen Glasstärken verwendet.
Um die Türen nicht zu schwer werden zu lassen entschieden wir uns für eine Materialkombination aus 6 und 4 mm Weißglas die im Verbund mit 2 Lagen PVB-Folie später zu einer Materialstärke von 10,76mm führt.
Die 4mm Scheibe musste jetzt erst einmal farbig pulverbeschichtet werden, der klare Bereich zum Vitrineninnenraum wurde dabei abgedeckt.
Anschließend wurden diese Scheiben mit der Vorderseite verbunden.

So sollte die dem Betrachter zugewandte Scheibe 6mm dick sein, die hintere Scheibe 4mm mit einer rückseitigen farbigen Pulverbeschichtung ausgeführt werden.
Beide Scheiben wurden vor dem Verbinden im Autoklaven mit zwei Lagen 0,38mm PVB Folie belegt.



 

Was wurde erreicht? 

Alle technischen Vorgaben des Bauherren Immobilien- und Liegenschaftsamt der Stadt Düsseldorf wurden zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Die ästhetischen Anforderungen des Planungsbüros Steiner Sarnen Schweiz, SSS konnten bei der Umsetzung teilweise deutlich übertroffen werden.



 

Résumé

Die Fertigstellung dieses Projekts endete mit der termingerechten Übergabe aller Vitrinen durch die Museumstechnik GmbH an den Bauherren Immobilien- und Liegenschaftsamt der Stadt Düsseldorf.
Die gelungene Umgestaltung des gesamten Museumsbereichs Glassammlung im Glasmuseum Düsseldorf - Museum Kunstpalast wurde am 07.10 2007 mit einem offiziellen Festakt begangen.



 
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